Leitsatz: “Hilfe zur Selbsthilfe”
Gerade in Veränderungsprozessen ist auf Grund der bestehenden Planungskomplexität eine „dezentrale Selbstorganisation der beteiligten Mitarbeiter und Mitarbeitergruppen“ erforderlich. Dieser Aspekt wird allerdings von einigen Problemstellungen begleitet:
- Da jeder Veränderungsprozess von erfahrenen und weniger erfahrenen Mitarbeitern begleitet wird, kann keine generelle Unterstützung unabhängig individueller Erfahrungswerte angeboten werden.
- Durch die unterschiedlichen hierarchischen Positionen in den Arbeitsgruppen sind Rollenkonflikte vorprogrammiert.
- Nebenläufige Projekte führen zu einer Prioritätskonfrontation, da für jeden Projektverantwortlichen natürlich das eigene Projekt am wichtigsten ist.
Deshalb muss die Hilfe zur Selbsthilfe situationsgerecht angepasst werden. Dabei sind folgende Massnahmen hilfreich:
- Rückkopplungseffekt: Indem die Gruppe durch eine gruppenexterne Person über bestehende Problemstellungen aufgeklärt wird, reagiert diese automatisch mit der Problemlösung.
- Schulung: Die Reduktion von Fähigkeitsbarrieren hinsichtlich Theorie, Methodik und habituellen Kompetenzen unterstützen im Veränderungsprozess.
- Diskussionsführung: Die Gruppendiskussionen sollten durch einen unterneh-mensexternen Moderator unterstützt werden, um eine geordnete Konversation zu gewährleisten.
- Change Agents: Durch eine fachspezifische Begleitung im Veränderungspro-zess ist eine zentrale Anlaufstelle bei jeglichen Problemstellungen vorhanden
- Entschlusskraft: Durch eine zügige Freistellung von „Ressourcen: Manpower, Mittel, Räume, Material, Termine“ wird die Handlungsmacht der Gruppe unterstützt.




